Hintergrundbild

Für einen Tag Erzieher im Kinderhaus Phantásien: Bürgermeister Jochen Engel setzt seine Praktikumsreihe fort

Bereits um 7.30 Uhr war Jochen Engel am Dienstag, 15. November, im Turnraum des Kinderhauses Phantásien, um an diesem Tag dort ein Praktikum zu absolvieren. Normalerweise erscheint er morgens erst gegen 9 Uhr im Rathaus, da die Arbeitstage oft bis spät in die Abendstunden andauern.

Diesmal war frühes Erscheinen aber umso wichtiger, denn nach Praktika beim Bauhof und in der Schulkindbetreuung, wollte sich der Bürgermeister den nächsten Aufgabenbereich in der Praxis anschauen. „Ich will nicht nur vom Schreibtisch aus entscheiden, sondern verstehen, welche Auswirkungen das vor Ort für unsere Einrichtungen und die Beschäftigten hat“, erklärt Jochen Engel. Dazu ist es wichtig einen Einblick in die Tagesabläufe und Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bekommen. „Besonders interessiert mich natürlich, ob irgendwo der Schuh drückt und was verändert werden darf oder sollte“, führt er weiter aus.

An diesem Morgen nahm Jochen Engel mit den Erzieherinnen von 7.30 bis 8.30 Uhr die U3-Kinder in Empfang. Putzmunter stürzten sich einige Kinder gleich ins Getümmel; andere wiederum setzten sich ruhig auf die Bank und warteten, bis alle da waren. Anschließend besuchte er die über 3-jährigen und nahm am Morgenkreis teil. Nach dem gemeinsamen Singen wurde der Bürgermeister den Kindern vorgestellt. Überraschend für ihn war, dass die meisten Kinder schon vieles von ihm wussten. Offen und neugierig zeigten sie ihm ihre gebastelte Ritterburg mit Zugbrücke aus Pappe. Da es sich um eine offene Einrichtung handelt, nutzte Jochen Engel die Möglichkeit, alle Räume zu inspizieren.

Besonders beeindruckt war er über den U3-Bereich. Gerade die Kleinsten, die nicht immer direkt sagen können, welche Bedürfnisse sie haben, bekommen von den geduldigen und verständnisvollen Erzieherinnen große Aufmerksamkeit.  

Jochen Engel las – mit den Kleinen auf dem Teppich sitzend – Bücher vor, während die anderen Kinder gewickelt wurden. Um 12 Uhr gab es ein gemeinsames Mittagessen, bevor im Anschluss die U3-Kinder schlafen gelegt wurden. Zum Abschluss stand nochmals ein Besuch der größeren Kinder im Außengelände an.

 

 

 

„Ich bin sehr froh und dankbar für diese Erfahrung“, freut sich der Bürgermeister. „Nach diesem Tag komme ich mit vielen neuen Eindrücken zurück ins Büro.“ Besonders beachtlich findet er die Leistung seiner Kolleginnen und Kollegen, die sich – trotz personeller Engpässe - mit viel Hingabe und großem Engagement um die Betreuung und Entwicklung unserer kleinsten Mitbürger kümmern.

Anschließend sprach er mit der Kitaleitung Lidia Perlicki über die Personalsituation in dieser Kita, die beispielhaft für viele Kitas ist. Im Kreis Groß-Gerau können durch den Fachkräftemangel zurzeit mehrere hundert Stellen nicht besetzt werden. In Trebur zählt das Kinderhaus Phantasién mit drei vakanten Stellen ebenfalls zu den betroffenen Einrichtungen. Für die 19 Kolleginnen und zwei Kollegen zeigt sich dieser Zustand als große Belastungsprobe, die nun schon eine Zeit anhält. Glücklicherweise können die drei offenen Stellen zum Jahresbeginn 2023 besetzt werden.

Für die Kindertagesstätten in unserer Gemeinde suchen wir immer händeringend nach Personal mit entsprechender Qualifikation als Fachkraft. Das funktioniert in der Regel fast nur noch über direkte Ansprache und persönliche Kontakte.

Daher appelliert der Bürgermeister: „Wenn Sie jemanden kennen, die oder der jemand kennt…. dann zögern Sie nicht, sich bei unserer Kita-Verwaltung zu melden!“

Ansprechpartnerin im Rathaus ist unsere Fachdienstleitung Astrid Plahuta:

Telefon 06147 208 55

E-Mail: kinderbetreuung(at)trebur.de