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Erlös aus „Poesie zeigt Farben“ fließt in das Projekt „Café Ukrajina“

Im April stellte Künstlerin Anette Welp ihre Bilder in der Evangelischen Laurentiuskirche in Trebur aus und bot sie zum Verkauf an. Pfarrerin Lena Brugger unterstützte dieses Herzensprojekt und ermöglichte eine Lesung sowie die Mitgestaltung des Gottesdienstes mit Texten von Anette Welp. Am Ende der Aktion waren es acht Bilder, die ein neues Zuhause gefunden haben. Der gesamte Erlös von 680 Euro spendete Anette Welp dem Sozialen Netz für das Projekt „Café Ukrajina“.

Die zurzeit in Trebur lebenden 80 ukrainische Menschen sind sowohl in privaten Unterkünften als auch im Naturfreundehaus einquartiert. Der Vorschlag, einen Treffpunkt zur Kontaktaufnahme und zum Austausch zu installieren, kam von einer Wohnungsgeberin für ukrainische Geflüchtete. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Familienzentrum Phantásien haben Fachdienstleiterin Astrid Plahuta und Gaby Wiffler mit Isabel Juli vom Sozialen Netz das „Café Ukrajina“ organisiert. Sie konnten Nataliya Boelicke für die Begleitung des „Cafés Ukrajina“ gewinnen. Die Zweiundvierzigjährige kommt ursprünglich aus der Stadt Chmelnyzkyj und lebt mit ihrem deutschen Mann seit 2005 in Trebur. Die ausgebildete Krankenschwesternhelferin hat für das gemeinnützige Unternehmen „Mission Leben“ in Groß-Gerau gearbeitet.

Nataliya Boelicke spricht neben ihrer Muttersprache Ukrainisch perfekt Deutsch, Russisch und Polnisch. Seit dem ersten Tag des Krieges in der Ukraine begleitet sie die geflüchteten Menschen.

Das „Café Ukrajina“, das im allseits bekannten Café Wunderbar installiert ist, soll ein Treffpunkt zum Kennenlernen, Verabreden und Austauschen für alle Menschen sein, die gerne in einen Austausch kommen möchten. Es ist mittwochs von 17 bis 19 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.