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Neue Praktikanten im Technischen Betriebshof

Wer am Dienstagmorgen am Schwarzbach entlang spaziert ist, dürfte sich gewundert haben. Bürgermeister Jochen Engel war an diesem Tag als Praktikant für den Technischen Betriebshof unterwegs. Mit Yohannes Mebratu befreite er den Spazierweg auf dem Schwarzbachdamm von Wildkräutern. Unterstützung bekamen sie von Bauhofmitarbeiter Gerald Löbel und dem neuen Agria-Kombigerät mit Wildkräuterbürste. Ziel war es, an diesem Wegstück die Funktionalität des Gerätes zu prüfen. Nach dieser Testphase wird die Bürste optimiert, um in einem zukünftigen Großprojekt den Damm abschnittsweise freizulegen. Die ursprüngliche Wegbreite soll auf diese Weise wiederhergestellt werden.

Nach der Frühstückspause warteten auf den Bürgermeister die nächsten Aufgaben in Geinsheim: In der Kita Kunterbunt wurde ein Klettergerüst aufgebaut und am Nachmittag der Rasen am Friedhof gemäht.

Der zweiunddreißigjährige Yohannes Mebratu ist Eritreer, in Äthiopien geboren und aufgewachsen. Mit seiner Familie flüchtete er aus seinem Heimatland nach Deutschland. In Trebur angekommen, kümmerte er sich um andere Flüchtlingsfamilien, dolmetschte dort, wo es mit der Sprache schwierig war. Und er engagiert sich als Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Trebur. Nachdem die Firma, in der er gearbeitet hat, aufgrund von Corona Konkurs anmelden musste, suchte er eine neue Beschäftigung und fand eine neue Aufgabe im Technischen Betriebshof. Seit dem 13. August greift er den Kollegen als Praktikant tatkräftig unter die Arme. Ab dem 1. September bis Ende des Jahres wird er als Elternzeitvertretung eines Mitarbeiters eingestellt, um die Kollegen zu unterstützen. Das Team des Technischen Betriebshofs freut sich sehr über sein Engagement.