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Ein kleiner Astheimer Landfrauenverein mit großen Ideen

In einer Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Bauhof und den Astheimer Landfrauen ist am Alten Rathaus in Astheim ein schönes Plätzchen entstanden.

Am 12. November 2020 begrüßte Hedwig Lindemann von den Astheimer Landfrauen die rund fünfzehn Gäste herzlich zu einer kleinen Feierstunde. „Eigentlich hatten wir eine schöne Einweihungsfeier geplant, mit allen, die gerne dabei gewesen wären. Doch durch Corona ist das alles leider nicht möglich“, begann sie ihre Rede und bedankte sich bei allen, die zur Umsetzung des Projektes und Verschönerung des Platzes beigetragen haben.

Die Idee, eine schöne Bank für den alten Ortskern von Astheim zu spenden, entwickelten die Landfrauen bereits im Jahr 2019. Die Edelstahlbank, die nun den Platz ziert, wurde von den Astheimer Landfrauen gestiftet. Das Schild mit dem Landfrauenlogo samt Jahreszahl gestaltete die Künstlerin Ilse Petsch und wurde von der Firma Kunz Maschinenbau GmbH kostenlos überlassen. Hedwig Lindemann bedankte sich bei den Mitarbeitern des Technischen Betriebshofs, insbesondere Kurt Müller, die den Platz bepflasterten und die Bank stellten. Ilse Petsch war auch diejenige, die eine Skizze des Astheimer Wappens anfertigte und in Absprache mit Bauhofmitarbeiter Kurt Müller das Werk, bestehend aus verschiedenfarbigen Pflastersteinen umsetzte.

„So, wie der Platz jetzt aussieht, ist es zum größten Teil unsrem Kurt zu verdanken. Es war sehr viel Arbeit, die er mit Bravour erledigt hat“, strahlte Hedwig Lindemann. Kurt Müller sei sehr geduldig gewesen und hätte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, erläuterte sie mit einem zwinkernden Auge. Und auch die Firma Baustoff König, Matthias Hahn, unterstützte das Vorhaben und schenkte den Landfrauen die Natursteine, die sie sich ausgesucht hatten. Ein großes Dankeschön ging ebenfalls an die Baumschule Bärsch aus Nauheim, die die Pflanzen spendete.

„Es ist für uns eine wunderbare Erfahrung. Wir sind nur ein kleiner Landfrauenverein hier in Astheim mit großen Ideen und waren sehr gerührt, wie viel Hilfe und Sympathie uns in dieser Zeit entgegengebracht wurde. Damit hätten wir nicht gerechnet.“

Bürgermeister Jochen Engel gratulierte zu dem gelungenen Projekt und freute sich mit den Astheimer Landfrauen und allen, die daran beteiligt waren.

Nun hat Astheim ein Plätzchen zum Ausruhen oder auch Schwätzchen halten. Die Bank lädt zum Verweilen oder vielleicht auch im Sommer für die Weinrunde der Vereine ein. „Jetzt fehlt nur noch die Weihnachtsbeleuchtung“, sagte Hedwig Lindemann, „die jedoch viel Geld kostet. Das können wir nicht alleine stemmen.“ Die Astheimer Landfrauen hoffen nun auf finanzielle Unterstützung durch die Astheimer selbst, damit im nächsten Jahr eine Lichtergirlande zu Weihnachten das schöne Plätzchen schmückt.